Ich bin Nadine, Fachärztin für Neurologie, Ayurveda-Ärztin und Begründerin der NeuroIntegrativen Medizin. Mein Weg hierher war nicht geradlinig – im Gegenteil: Ich lebte lange ein völlig falsches Leben, entfremdet von mir selbst, meinen Bedürfnissen und meiner wahren Natur. Ich funktionierte in einer Welt, die mir von außen vorgegeben wurde, doch tief in mir spürte ich, dass etwas nicht stimmte.
Mein Weg zurück zu mir
Als erfolgreiche Oberärztin in der Neurologie hatte ich das Gefühl, alles erreicht zu haben, was ich mir immer erträumt hatte. Äußerlich schien alles perfekt, doch innerlich fühlte ich mich leer und ausgelaugt. Mein Körper sendete immer wieder Signale – Erschöpfung, Migräne, Schlafstörungen – doch ich ignorierte sie. Ich dachte, ich müsste einfach nur „stärker“ sein, mich noch mehr anpassen und weitermachen.
Doch irgendwann ging es nicht mehr. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem mein Körper und meine Seele nicht mehr mitspielten. In diesem Moment begann meine eigentliche Reise – die Reise zurück zu mir. Ich begann, mich mit Ayurveda zu beschäftigen, nicht als weiteres System, das mir vorschrieb, was ich tun sollte, sondern als eine Einladung, meinen Körper wirklich zu verstehen. Ich erkannte, dass wahre Heilung nicht darin liegt, Symptome zu unterdrücken, sondern den eigenen Bedürfnissen zuzuhören und ihnen Raum zu geben.
Mein tiefster Aha-Moment kam, als ich begann, die Prinzipien des Ayurveda mit meinem neurologischen Wissen und der somatischen Nervensystemarbeit zu verbinden. Ich verstand, dass Veränderung nicht allein durch Verstehen entsteht – und auch nicht allein durch den Körper. Sie entsteht, wenn beides zusammenkommt: wenn das Nervensystem Sicherheit kennt, und wenn dieser Zustand tief genug verankert ist, um neue Wege wirklich gehen zu können.
Genau das wurde zur Grundlage der NeuroIntegrativen Medizin: ein Ansatz, der nicht fragt "Was sollte ich tun?", sondern "Was braucht mein System gerade, um sich wirklich verändern zu können?" Alte Muster lösen sich nicht durch Willenskraft. Sie lösen sich, wenn die Bedingungen dafür stimmen – neurologisch, körperlich, im Alltag.
Heute lebe ich in Panama, direkt am Strand. Das Surfen hat mir etwas beigebracht, das kein Lehrbuch kann: dass der Körper weiß, was er tut, wenn man aufhört, ihn zu übersteuern. Regulation ist keine Übung, die man macht, sondern eine Art zu leben.
Zu meinem Leben gehören inzwischen auch zwei Straßenhunde, die irgendwann beschlossen haben, einfach zu bleiben. Was sie mir täglich zeigen: Co-Regulation ist keine Theorie. Ein reguliertes Nervensystem in der Nähe verändert alles – das spürt man, bevor man es versteht.
Hier habe ich gelernt, was es bedeutet, die eigenen Muster wirklich loszulassen – nicht durch Willenskraft, sondern weil das Nervensystem irgendwann versteht, dass es sicher ist.
Es ist meine größte Leidenschaft, Frauen dabei zu begleiten, diesen Weg zu gehen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, zu funktionieren statt zu leben – und ich weiß, was es braucht, um wirklich herauszukommen. Nicht als Konzept, sondern als gelebte Erfahrung im eigenen Nervensystem.
NeuroIntegrative Medizin ist nicht entstanden, weil ich Bücher gelesen habe. Sie ist entstanden, weil ich verstehen musste, was mit mir passiert – und weil ich als Neurologin nicht akzeptieren konnte, dass es keine Antworten gibt.
Gesundheit bedeutet für mich nicht die Abwesenheit von Symptomen. Es bedeutet zu verstehen, was dein Nervensystem dir sagt – und zu wissen, wie du darauf antworten kannst. Nicht perfekt. Aber informiert, präsent und mit dir selbst verbunden.
Wenn du spürst, dass du mehr willst als Symptome managen – dann bist du hier richtig.
Sei von Herzen gegrüßt,
Nadine